One Year to learn...

Ich hätte nie im Leben gedacht, das wir unseres Motto für das Cape Epic so ernst nehmen. Nun von beginn an, es lief eigentlich alles nach plan, ich hatte eine super Form und im Kopf war ich bereit 8 Tage zu leiden, Kämpfen und über meine Grenzen zu gehen. Trotz dem Virus war ich immer noch guter Hoffnung es zu schaffen und das Ziel in Lourendsford zu erreichen. Geschwächt ging ich an den Start und schon an den ersten Tagen wurde mir klar was es hieß das Cape Epic zu bestreitten. Die harte Streckenführung, die Hitze und immer wieder die steile und sandige Passagen machten mir mehr zu schaffen als mir lieb war. Es war völlig neu Rennen zufahren und man muss sehr viel Risiko eingehen um vorne mitzufahren, weil man vom Staub gar nichts mehr sieht und die Positionskämpfe es nicht leichter machten. Zudem konnte ich in der Nacht nie richtig schlafen und erholen da ich die meiste Zeit auf den WC`s verbrachte. So wurde ich immer schwächer und hatte meine grenze schon lange überschritten. Ich wollte aber nach wie vor das Ziel erreichen, mein Partner Lukas machte mir immer Mut so kämpfte ich weiter bis zum fünften Tag. An diesem Tag war für mich Endstation und musste das Rennen enttäuschend, entkräftend und mit Tränen in den Augen aufgeben. In Diesem Moment viel ich in ein grosses Mentales Loch, da ich doch den ganzen Winter auf dieses Rennen trainiert habe. Nun musste ich Zuschauen wie die anderen Fahrer Etappe um Etappe meistern und ich nur herumliegen konnte. Ich war froh als ich am letzten Sonntag in Lourendsford ein kleines Rennen bestreiten konnte. Ob es eine gute Idee war sei dahingestellt, ich konnte mich zumindest ein wenig ablenken aber die Flasche war völlig leer und so fuhr ich als sechster mit über fünf Minuten Rückstand auf Lukas durchs Ziel. Seit meiner Rückkehr verbesserte sich mein Zustand nicht wirklich und meine Mentale Verfassung ist nach wie vor am Boden. Ich konnte bisher kein Training absolvieren und es wird noch eine weile gehen bis ich mit dem Training wieder beginnen werde. Mein Körper ist momentan in einer solchen schlechten Verfassung, das ich nur abwarten kann. Nun freue ich mich auf morgen und werde nochmals auf die Skis gehen, was diesen Winter bei mir viel zu kurz kam. In den nächsten Wochen werde ich mir noch einige Gedanken übers Cape machen, im Moment sehe ich mich noch nicht wirklich nächstes Jahr am Start aber das wird sich wahrscheinlich ändern, da das Cape Faszination ist und man es bezwingen will. Doch ich frage mich ob ein Jahr Erfahrung wirklich reicht um vorne mitzufahren und wie viel man Investieren soll da die Ausfallquote sehr hoch ist. 

 

Weitere Fotos folgen in kürze!