Ein enttäuschendes Wochenende an der EM in Singen !

Dieses Wochenende stand in Singen die Europameisterschaft auf dem Plan. Nach einer sehr guten Woche und steigender Form reiste ich am Freitag mit meinen Betreuen, Josche und Müller nach Singen und war sehr motiviert für das Rennen. Mein Startplatz war nicht gerade der beste und hatte etwa 90 Fahrer vor mir, dies störte mich aber nicht, im Gegenteil dies motivierte mich zusätzlich. Dann endlich um 10.30Uhr viel der Startschuss zu den 94km und 2100 Höhenmeter. Die Strecke war eher speziell, weil man eine 47km lange Runde zweimal fuhr. Ich kam am Start sehr gut weg und konnte am ersten Anstieg zu den schnellsten nach vorne fahren. Es war brutal hart immer wieder nur kurze Anstiege die man mehr oder weniger hinauf sprintete. Eigentlich ist dies überhaupt nicht mein Terrain aber ich fühlte mich gut und konnte mit den schnellsten mithalten. So bildete sich schnell eine Spitzengruppe mit 7-10 Fahrern, wo auch ich Unterschlupf fand. So fuhren wir gemeinsam die erste Runde manchmal in einer großen Gruppe oder manchmal in zwei kleineren. Dies ist sicher auch meinen neuen Bike von WHEELER zu verdanken das extrem nach vorne geht und fast keine Kraft verloren geht. Doch kurz vor der ersten Zieldurchfahrt bemerkte ich, dass mein Hinterrad sehr rasch Luft verlor. Zum Glück konnte ich mich noch in die Techzone retten und dort das Rad wechseln. Doch die Gruppe war weg und ich alleine. Nun probierte ich wieder die Minute Rückstand wett zu machen und aufzuschließen. Dies gelang mir auch fast, als ich rund 50 Meter hinter der Gruppe war bemerkte ich, dass ich schon wieder Luft verlor. Nun pumpte ich nach und fuhr sofort weiter, ich gab wieder Vollgas und kam näher, der Gegenwind machte mir das Leben auch nicht wirklich leichter und so puschte ich mich immer wieder nach vorne. Doch dann verlor ich schon wieder Luft und musste vom Rad gehen. So pumpte ich und fuhr weiter. Jetzt hatte ich keine Patrone mehr und hoffte es hielt. Doch es hielt nicht, so musste ich bei den anderen Fahrern um eine neue Patrone betteln, die ich auch zum Glück bekam =) Nun konnte es weiter gehen und es hielt so wechselte ich das Rad in der Techzone nicht, auch weil das andere mit Schlauch gewesen wäre. Doch leider hielt das Rad nicht bis am Schluss und ich musste noch zweimal Nachpumpen und noch einmal um eine Patrone betteln. Gegen den Schluss schwanden dann auch noch meine Kräfte dahin und konnte keine Plätze mehr gut machen, sondern ich verlor noch ein paar und so fuhr ich nur als im 25. Rang über die Ziellinie. Ich hatte wahrscheinlich bei den Aufholjagden zu viele Körner verbraucht.

Ich bin ehrlich gesagt etwas enttäuscht aber auch erleichtert. Die Enttäuschung ist groß über den 25. Rang da ganz bestimmt in diesem Rennen viel mehr möglich gewesen wäre ohne die Defekte. Erleichtert weil meine Form wieder auf Kurs ist und am steigen ist.

Ich möchte mich aber noch bei meinen Betreuern bedanken die mich tatkräftig unterstützten und angefeuert haben. Wir hatten tolle drei Tage!