WM, der Tag des Jahres !

Auch drei tage nach dem großem Kampf habe ich immer noch mühe überhaupt etwas anzustellen, da ich immer noch sehr müde bin. Dies zeigt mir aber dass ich am Samstag wieder alles gegeben habe und das Optimum heraus geholt habe.

Meine Anreise in Kirchberg im Tirol war bereits letzten Dienstag, im Gepäck dabei war auch Josche. Meine Freude war groß auf die Woche, da wir erstmals als eine Nationalmannschaft auftraten. So hatten wir eine tolle Vorbereitungswoche und hatten sicherlich alle Spass. Doch um so näher das Rennen kam um so mehr unsicher wurde ich. Ich hatte die letzten Wochen nochmals sehr viel und hart trainiert und dabei zu wenig auf meine Erholung geachtet, so hoffte ich immer dass es noch bis am Samstag reichen würde.

Nun da war er plötzlich, der Tag auf den ich seit dem April hin gearbeitet habe. Der Start gelang mir sehr gut und war schnell in den vordersten Positionen anzutreffen. Im ersten von vier Aufstiegen mit rund je 1000 Höhenmeter bemerkte ich das es mit meiner Erholung wohl nicht ganz gereicht hatte aber trotzdem einen guten tag eingefahren hatte. So fuhr ich unter Tempodiktat von Lakata in einer neun köpfige Spitzengruppe mit. Im zweiten Anstieg war mir das Tempo doch etwas zu hoch und ich fuhr von dort an mein eigenes tempo. Von hinten raste mein Cape Epic Partner Lukas an, der mich am dritten Berg hinauf überholte. Ich konnte zudem ein Italiener und ein Spanier einholen die aus der Spitzengruppe vielen und so war immer noch ein Top-Ten platz möglich. Als es in den letzten Berg ging hatte ich schon etwas bedenken ob ich dies bis oben überleben würde. Dank den treuen Fans aus Sigriswil und dem Safiental konnte ich mich bis oben pushen aber verlor dabei etwas an zeit und war an dreizehnter stelle mit geringem Rückstand auf die Top-Ten. Doch mein Abschnitt kam noch erst mit der letzten technischen Abfahrt ins Ziel. Ich wollte kein Risiko eingehen und fuhr bewusst nicht am Limit. Trotzdem holte ich auf, noch vor der Mitte der abfahrt hatte schon zwei Fahrer überholt. Leider stürzte ich dann über eine nasse Wurzel und kam mit dem schrecken davon, dachte ich. Ich fuhr weiter aber als ich den nächsten Fahrer gerade eingeholt hatte, bemerkte ich das es mir die Kettenführung verschoben hatte und es mir die kette immer rauswarf, so konnte ich bis ins Ziel nicht mehr in die pedale treten. Kurze zeit später fing ich mir noch einen Plattfuß ein. So reparierte ich und fuhr noch ins ziel, ich verlor aber sehr viel zeit. So kam ich als zu Fuß als 36. über die Ziellinie.

Im Ziel war die Enttäuschung wieder enorm groß aber ich habe mein bestes gegeben und konnte bis zu den Defekten mit den besten der Welt mithalten. Dies war für mich wieder eine kleine weitere Bestätigung das ich auf dem richtigen weg bin. Für mich war es sehr beeindruckend zu sehen wie die 1-3 Sauser, Lakata und Paez fuhren. Ehrlich gesagt fuhren sie in einer anderen Liga und es hatte keiner annähernd eine Chance gegen diese drei.

Anschließend reiste ich mit meinem Bruder und Mäsä am Sonntag weiter ins Zillertal, wo am Freitag die Zillertal Bike Challenge beginnt. In drei Etappen erwarten mich 197km und über 9100 Höhenmeter.