Step by step und neue Herausforderungen

Es ist schon wieder eine halbe Ewigkeit her, seitdem ich den letzten Beitrag verfasst habe. In diesem Zeitraum war es mir wichtig, dass ich mich aufs Wesentliche konzentrieren konnte.

Es hat sich einiges getan, seit es mit mir im Mai wieder aufwärts ging. Nach sieben Wochen des nichts tun, flog ich geradewegs nach Gran Canaria um dort meine ersten Kilometer an der Sonne zu sammeln. Es war kein richtiges Trainingslager, eher Veloferien, es tat gut in den Bergen herum zu cruisen und einfach wieder einmal die Zeit auf dem Fahrrad zu genießen, die schöne Landschaft zu sehen und immer wieder Pausen zu machen. Die Form war natürlich weg und ich hatte ein paar Kilogramm zu viel auf den Rippen, dies alles störte mich aber keineswegs. Mitte Juni fuhr ich am viertägigen Alpentour Etappenrennen mit, aber natürlich ohne Ambitionen, sondern als etwas schnelleres Training. Zu meinem Erstaunen fuhr ich schon recht schnell und platzierte mich immer zwischen dem 20 und 25 Rang. Natürlich ist das weit hinter meinen normalen Erwartungen, aber zurzeit ist alles anders, als normal. In dem Zeitraum bis jetzt konnte ich wieder sehr gut trainieren und hatte immer Freude am biken, so dass meine Form langsam wieder nach oben zeigt und die Kilos nach unten.

Zurzeit bin ich im schönen Zillertal, wo ich letztes Jahr meinen grössten Erfolg gefeiert habe. Dieses Jahr werde ich die Zillertalerbikechallenge, die diesen Freitag beginnt, auch wieder bestreiten, aber nur als Formaufbau für die Schweizermeisterschaft im August.

Nach dem Zillertal werde ich weiter nach Bad Goisern reisen und dort am 12. Juli an der Salzkammergut-Trophy teilnehmen. Das wird für mich eine riesige Herausforderung. Am Rennen sind über 211km und über 7000 Höhenmeter zu bewältigen, ich rechne damit, dass ich 10-11 Stunden unterwegs sein werde. Auch die Betreuung wird eine Herausforderung sein mit 12 Verpflegungsposten, so wird mein Betreuer ziemlich beschäftigt sein. Wenn es um die Ausdauer geht, gehöre ich sicher nicht zu den Besten, daher habe ich mir dieses Rennen ausgewählt um meinen Horizont zu erweitern im physischen und psychischen Bereich und mir zu beweisen, dass ich eine solche Distanz auch nicht in Topform bewältigen kann. Nun, ich und Mäsä freuen uns auf die Herausforderung und sind gespannt, wie es läuft, nach dem Motto: Es kommt immer anders, als man denkt =)