Eine verkorkste Saison geht langsam dem Ende zu

Auf dem Weg zum Ächerlipass...
Auf dem Weg zum Ächerlipass...

Es war wiederum kein leichter Sommer für mich. Nach dem schlechten Frühling ging es stetig bergauf. Doch vor dem M3 Marathon in Montafon bemerkte ich, dass meine Psyche wieder auf der Kippe stand. Die anschließenden drei Wochen im schönen Engadin konnte ich nicht richtig genießen und kaum ein anständiges Training absolvieren. So entschied ich mich erst am Donnerstag vor dem Eiger Bike, überhaupt zu starten. Die SM verlief  für mich sehr positiv, klar mein Ziel war es eine Medaille, aber mit dem fünften Rang war ich sehr zufrieden. Was danach kam, war wiederum nicht wirklich positiv, ich fiel wieder in ein tiefes Loch. Bis zum Rennen in Scuol  war es ein ständiges Auf und Ab, trotzdem entschied ich mich zu starten. Das Rennen verlief eigentlich recht gut bis nach Livigno, dort bremste mich ein Defekt aus und ich musste das Rennen aufgeben. Für mich war nach dem Rennen klar, dass ich den Rest der Saison ohne Trainingsplan arbeite und das mache, was mir Spass macht. 


So wurden die letzten zwei Wochen zu einer Enduro-Zeit mit vielen und coolen Trails. In diesen zwei Wochen konnte ich genug Energie sammeln um an der O-Tour an den Start zu gehen. Der Start verlief für mich sehr gut und ich machte im ersten Aufstieg zeitweise sogar das Tempo der Spitzengruppe. Nach einiger Zeit lies doch die Kraft etwas nach und ich musste mein Tempo fahren. So kam es, dass ich mich rund nach der Hälfte auf dem dritten Platz befand. Anstatt dass mich dieser Rang beflügelte, trat das Gegenteil auf, meine Motivation und Energie liessen nach. So schlich ich gegen den Ächerlipass hoch und verlor Plätze, etwa kurz vor der Hälfte schloss mein Teamkollege Lucien zu mir auf. Irgendwie motivierte dies mich ein wenig und ich hielt sein Hinterrad, so profitierte ich von seinem Tempo den Berg hoch und verlor nicht noch mehr Plätze. So kam es, dass wir nach knapp vier Stunden Fahrzeit zusammen auf die Zielgerade bogen und um den fünften Rang sprinten. Es gibt sicher schönere Momente, als gegen einen Teamkollegen zu sprinten, aber wir hatten wohl keine andere Wahl =). Nun, ich möchte es so formulieren: Ich versuchte zu sprinten, aber hatte trotzdem keine Chance, dass machte aber nichts, denn es gewann so oder so ein Wheeler-Fahrer den Sprint. Und ich gönnte es Lucien sehr, weil er wiederum wirklich ein sehr starkes Rennen fuhr (Respekt Lucien).  Ich wurde demnach sechster und dies bereits nach 2012 und 2013 das dritte mal in Folge.