Eine Woche mit Glück und Pech

Mein Rennkalender sah eigentlich so aus, dass ich dieses Jahr in der Schweiz nur noch die O-Tour und das Ironbike fahren wollte. Doch letzten Dienstag änderte dies schlagartig mit der Teilnahme an einem Wettbewerb. 

Der Hauptpreis war ein gratis Startplatz am Swiss Epic. Ich dachte mir, dass ich eh nicht gewinne, da ich in meinem Leben noch nie etwas an einem Wettbewerb gewonnen habe. Doch am Dienstag kam ein Telefon vom  Leukerbad und teilte mir mit, dass ich den Startplatz gewonnen habe. 

Die Freude war riesig, ich rief gleich Philipp Gerber an und fragte ihn, ob er spontan dabei wäre. Natürlich war er sofort dabei.=) Eigentlich war der Fokus auf die gestrige O-Tour gerichtet, ich spürte dass meine Form seit der Verletzung langsam wieder am Kommen war. Ich fühlte mich nicht schlecht und hatte die harten Trainings der letzten Tage gut verdaut. 


Die Freude war riesig, ich rief gleich Philipp Gerber an und fragte ihn, ob er spontan dabei wäre. Natürlich war er sofort dabei.=) Eigentlich war der Fokus auf die gestrige O-Tour gerichtet, ich spürte dass meine Form seit der Verletzung langsam wieder am Kommen war. Ich fühlte mich nicht schlecht und hatte die harten Trainings der letzten Tage gut verdaut. So startete ich trotzdem etwas unsicher, ob das Knie hält und wie meine Form tatsächlich ist. Nun das Knie hielt und meine Form war gut. Im ersten Aufstieg waren wir bald einmal nur noch zu viert (Huber, Claes, Reichenbach, Stauffer) unterwegs. Mitten in einer netten Unterhaltung mit Huber griff plötzlich Reichenbach an und nur noch Huber konnte ihm folgen. Ich und Claes fuhren unser Tempo weiter und wussten, dass wir Reichenbach (Profi Straßenfahrer) in den Trails wieder einholen würden. So kam es, dass wir Reichenbach im ersten Trail wieder einholten und überholten, doch Huber war schon über alle Berge. So fuhr ich mit Claes lange Zeit zusammen bis plötzlich im Anstieg zum Ächerlipass Reichenbach von hinten im Schnellzug kam und uns überholte. Zwischenzeitlich konnte ich mich im Steilen sogar etwas von Claes distanzieren, doch ich nahm wieder etwas Tempo raus, weil ich wusste, dass mein Abschnitt (letzte lange Abfahrt) noch kommen würde. Doch es kommt immer anders als man denkt. So kam es, dass mir 100m vor dem Ächerlipass die Kette riss. So musste ich Claes ziehen lassen und musste stattdessen die Kette reparieren. Ich konnte das Rennen noch beenden und wurde vierter. Es wurmte mich schon ein wenig, auch weil Claes, Reichenbach noch ein- und überholte und somit zweiter wurde. Ich bin aber zufrieden und erstaunt, was nach vier Wochen Training alles möglich ist. Dies war aber auch möglich, dank meinem Masseur Josche, mit dem ich die letzten Wochen sehr intensiv zusammen gearbeitet habe.

Nun liegen ich und Philipp in Verbier im Hotelzimmer und machen uns bereit fürs Swiss Epic. Nach dem Motto Just for Fun=) Wir freuen uns auf die Woche und möchten uns beim Leukerbad nochmals herzlich bedanken!