Letzter Auftritt der Saison in Ornans

Nach dem Rennen in Einsiedeln war ich motiviert für das World Series Rennen in Ornans. Ich wusste, die Form stimmte, für die richtige Erholung mit Massagen hatte Josche gesort und die Strecke ist auf mich geschnitten. 

Im Vorfeld zum Rennen pokerte ich ein wenig und hoffte auf viel Regen, wie immer, in Ornans. Daher entschied ich mich mit dem Hardtail zu fahren, obwohl es eine Fully Strecke wäre. Doch der große Regen blieb aus und die Sorgenfalten bei mir wurden umso grösser.=) Egal, letztes Rennen, voller Einsatz! Ich hatte gute Beine und konnte das Tempo der Spitze bis in die erste Abfahrt mitgehen, bis es mich ein erstes Mal umhaute. Ich konnte den Anschluss zur Spitze wieder herstellen im zweiten Aufstieg, aber ich musste sie wieder ziehen lassen. Ich dachte mir, dass ich sie in der Abfahrt wieder einhole, aber das Gegenteil geschah, es haute mich ein zweites Mal um und diesmal ziemlich heftig. Nun war ich verunsichert und erwischte so zu sagen alle Wurzel und Steine die auf der Strecke lagen. Anstatt aufzuholen, verlor ich Zeit und Ränge.

Jetzt war mir wichtig mein Rhythmus zu finden und es durchzuziehen, doch schon im nächsten Aufstieg passierte mir wieder ein Malör. Ich erwischte einen kleinen Baum und fiel im Bergauffahren wieder um. Nun musste ich eine Runde mit mir selber sprechen, was ich überhaupt hier mache und ob ich das Biken verlernt habe, usw. Ich fand wieder einen guten Rhythmus und konnte nach vorne fahren, doch ich war zu unsicher in den vielen Trails und verlor viel Zeit sowie den Anschluss auf die Gruppe, welche um den zehnten Platz fuhr. So fuhr ich ab km Fünfzig ein einsames Rennen und überquerte die Ziellinie als 14.

 

Mein fahrerisches Können gab mir doch ziemlich zu denken. Ich war in den letzten Jahren so fest mit dem Training beschäftig, dass meine Technik  im Gelände stark gelitten hat. Das kann man zum Glück ändern und ich habe auch Zeit dafür. Ich freue mich nun auf eine Zeit ohne Rennen um wieder viel Kraft und Saft für die kommende Saison zu tanken.

Zudem war es für mich mein letzter Renneinsatz in den Farben von WHEELER.  Ich bedanke mich ganz herzlich für die tollen acht Jahre. Ein besonderer Dank geht an das Team und die Betreuer, welche mich diese Saison tatkräftig unterstützt haben, denn ohne sie geht es nicht. Vielen Dank!!!