Deja vu am Hegau Bike Marathon

Nach dem Abendteuer in Kamerun fand ich Zuhause relativ schnell wieder den Tritt und konnte sehr gut trainieren. Ab Mitte April hatte ich eigentlich vorgesehen zwei kurze Trainingsrennen zu bestreiten. Doch das war leider Aufgrund eines Infekts, welcher mich Wort wörtlich umgehauen hat, nicht möglich. Am Racebikecho in Délémont versuchte ich meine ersten Versuche mit Rennen zufahren doch ich hatte immer noch Magenprobleme und so fuhr ich nach knapp einer Stunde als vierter durchs Ziel. Ich hoffte, dass es besser würde, doch das war vergebens und so musste ich das World Series Rennen in Houffalize absagen und Zuhause etwas trainieren.

Letztes Wochenende fand in Singen DE ein weiteres World Series Rennen statt. Ich wollte unbedingt starten, weil nächstes Jahr die WM dort stattfindet und ich die Strecke von 98km und 2100hm abfahren konnte. Mit einem ungewissen Gefühl ob der Magen hält und wie es um meine Form steht, stand ich nun am Start. Mein Ziel war es einfach mein Bestes zu geben und Spass am Rennen fahren haben. So konnte ich mich relativ gut positionieren und fuhr immer in den vorderen Rängen mit. Als sich Lakota, Huber und Gaze absetzten, konnte ich nicht mehr ganz mithalten und so fuhr ich in einer 6 köpfigen Verfolgergruppe mit. Ich fühlte mich immer noch sehr gut und hatte Freude am Fahren bis ich nach 45km einen Plattfuss einhandelte. Und dies passierte eigentlich am selben Ort wie vor drei Jahren als ich das letzte mal dieses Rennen gefahren bin. Beim Nachpumpen musste ich die Gruppe ziehen lassen und bei der nächsten Tech. Zone noch das Rad austauschen. Jetzt war Plan B angesagt und dieser war, einfach noch so weit nach vorne fahren, wie möglich. Dies lief auch gut und ich kam Tim Böhme vom Bulls Team wieder näher, aber als ich etwa noch knapp 100m hinter ihm war, bin ich explodiert. Es war mir vor dem Rennen bewusst, dass das passieren könnte und daher schaltete ich auf Plan C um, retten, was es zu retten gab. =) So fuhr ich, immer mein Bestes am geben, dem Ziel entgegen, aber trotzdem kam ich nur schleichend voran, so verlor ich leider bis ins Ziel noch viel Zeit und Ränge. Als Zwölfter fuhr ins Ziel, aber nicht enttäuscht sondern zufrieden. Ich hatte noch nicht mit einer solchen Leistung in einem sehr gut besetzten Starterfeld gerechnet. Und ich habe noch etwas Zeit für meine Defizite zu verbessern.

 

Am Dienstag bin ich bereits wieder nach Logrono gereist um ab Freitag am Lariojabikerace teilzunehmen. Ich freue mich auf die drei Tage und die coolen Trails.

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