Ein geglückter Saisonauftakt

Vor drei Wochen startete für mich endlich die Marathon-Saison in Bad Wildbad. Dabei ging es für mich noch um die letzten Einstellungen am Bike, weil ich ein paar Tage zuvor ein Bike Fitting bei Ortho Plus gemacht habe. Dieses hat sich für mich gelohnt, so fühle ich mich wieder pudelwohl auf dem Bike. Beim Rennen selber hatte ich noch etwas Mühe mit der Umstellung, trotzdem konnte ich als zweiter hinter dem Deutschen Meister (Markus Kaufmann) und vor meinem sehr stark fahrenden Teamkollegen Oli durchs Ziel fahren. Mein Gefühl war bezüglich des Knies nicht nur positiv. Ich hatte nach diesem Rennen immer wieder Probleme und musste die Trainings anpassen oder aussetzten.

 

So ging ich am Sonntag in Estavayer mit gemischten Gefühlen an den Start und wusste nicht so genau, wo ich stand. Mein Ziel war es mit einem guten Gefühl wieder nach Hause zu fahren. Nach dem Start spürte ich, dass meine Beine heute gut drehten und ich hatte richtig Freude beim Fahren. Schon bald fand ich mich in einer sechs köpfigen Spitzengruppe mit allen Favoriten, nun verschoben sich meine Ziele und ich wollte mit dieser Gruppe das Ziel erreichen. Durch Konny Looser’s ewigen Sprints hatten einige mühe, auch ich. Ich lies mich aber nicht irritieren und fuhr mein Tempo, so hatte ich die Gruppe nach einiger Zeit immer wieder eingeholt. Mit der Zeit wurde die Gruppe kleiner und wir waren noch zu viert (Huber, Looser, Chenaux und ich) unterwegs. Auch gegen Schluss machte Konny uns immer noch mit seinen Sprints das Leben schwer, so entschied ich mich ein paar Meter hinter der Gruppe zu fahren um besser meinen Rhythmus zu fahren und bei den wichtigen Stellen wieder an der Gruppe dran zu sein. So fuhren wir dem Ziel entgegen und plötzlich wollte niemand mehr führen, so fuhr ich noch etwa vorne, da ich mein Ziel erreicht hatte. Beim Sprint ging alles ziemlich schnell, Konny griff an und Urs konterte, aber er konnte sein Hinterrad nicht ganz halten. Ich konnte mich hinter Huber einreihen und ihn rasch überholen und plötzlich kam ich Konny wieder näher, doch es reichte nicht mehr, er war einfach zu stark im Sprint. 

Dennoch fuhr ich als zweiter über die Linie und wir feierten einen Doppelsieg vom BiXS Pro Team vor Urs Huber. Feiern war mir trotzdem nicht zu mute, es war bereits mein dritter zweiter Rang in vier Jahren in Estavayer. Das Positive: Ich war noch nie so nah dran=) Das war für uns nur möglich dank dem besten Betreuer-Team der Welt! Herzlichen Dank an euch alle für diesen tollen Einsatz.

 

Ich fuhr danach mit einem guten Gefühl nach Hause. Ich hatte nicht gedacht, dass es schon so gut läuft nach all diesen Probleme mit dem Knie. Ich denke auch, dass mir die Strecke etwas entgegen gekommen ist, aber ich bin mir sicher, dass ich auf den richtigen Marathonstrecken mein wahres Können zeigen kann und ich stärker bin als in Estavayer. Das gleiche kann man auch von Urs erwarten, ich denke, diesen dritten Rang war nicht sein Wunschresultat... Sehr erfreulich ist, dass mein Teamkollege Konny wieder zu alter Stärke gefunden hat, nachdem er ein paar Jahre unten durch musste. Von ihm und Chenaux kann man dieses Jahr sicherlich noch viel erwarten. Ich selber freue mich auf die Duelle mit allen Fahrern. Es wird sicher ein spannendes Schweizer Marathon Jahr.

 

Mein Plan für die nächste Zeit sieht so, dass ich nächsten Samstag am UCI Marathon Roc des Alpes teilnehme. Und wenn es mein Knie zulässt, würde ich gerne am Sonntag noch am Raid Evolenard teilnehmen um noch etwas Rennhärte zu bekommen. Bis dahin gut erholen und ein paar schöne All-Mountain-Touren mit meinem BiXS Lane machen =)