Was für eine Woche

 

 

Nach meinem Sieg am Garmin Bike Cup wurde ich, wie schon im vorherigen Bericht erwähnt, letzte Woche in der Nacht auf Dienstag krank. Wahrscheinlich hatte ich einen Virus erwischt, mein Körper streikte und ich lag wie ein sterbender Schwan im Bett und musste immer wieder erbrechen. Zum Glück ging es mir ab Mittwoch wieder besser, so dass ich am Donnerstag bereits wieder locker um den Thunersee radeln konnte.

Sonntag früh morgens machten wir uns Richtung Alpnach auf den Weg für an die O-Tour. Natürlich hatte ich keine Erwartungen an mich, wusste aber, dass ich eigentlich nicht schlecht in Form war, aber da waren noch die Magenprobleme. Für welche ich wieder viel unternommen hatte, ich hatte auch das Getränkepulver von Sponser auf ein magenverträgliches von Sponserfood gewechselt. So fiel um 8:00 Uhr der Startschuss für die 86km und 3000 Höhenmeter. Ich fuhr gleich von Beginn an mein Tempo und lies alle ziehen, so fuhr ich zwischenzeitlich vielleicht um den 40. Rang. Ohne mich zu beirren, fuhr ich weiter und kam nach einer weile der Spitzengruppe wieder näher. So schaffte ich tatsächlich wieder den Anschluss an die etwa zehnköpfigen Spitzengruppe. Als diese wieder das Tempo verschärften, konnte und wollte ich das Tempo nicht mitgehen, zudem war ich bereits an achter Stelle. Nun wurde es etwas Flacher und technischer, ich konnte in diesen Passagen drei Fahrer ein- und überholen, darunter war auch der Leader Adrien Chenaux. Nun fuhr ich alleine der Spitzengruppe mit Zurbrügg, Looser, Fanger und Stutzmann hinterher. Auf dem Glaubenbergpass hatte ich bereits eine Minute Rückstand. Mit dieser Situation war ich eigentlich schon zufrieden, nach dieser Woche so weit vorne zu fahren.    

Nun es kam noch besser, in der Abfahrt mit immer wieder kurzen aber knackigen Anstiegen konnte ich die Spitzengruppe zu meinem Verwundern einholen, so passierte ich mit der Spitzengruppe Alpnach. Doch ich hatte noch großen Respekt, schließlich stand mit dem Ächerlipass noch ein langer und harter Anstieg vor uns. Irgendwie war ich im Kopf immer noch nicht auf der Höhe und musste immer wieder ein wenig abreisen lassen, doch ich fand den Anschluss immer wieder. Als es in die steilen Rampen ging, konnte ich zuerst bei der Tempoverschärfung nicht mithalten, doch in diesem Moment habe ich mir einen Ruck gegeben und habe angefangen zu kämpfen. So konnte ich mich in den Rampen tatsächlich mit Stutzmann von den anderen etwas absetzen. Im langen Asphalt Anstieg konnte ich dem sehr stark fahrenden Stutzmann nicht mehr ganz folgen und hatte oben ca. 30sec. Rückstand. In die Abfahrt eingebogen, kamen mir alte Erinnerungen hoch, letztes Jahr hatte ich in der Abfahrt einen Reifen defekt und vor zwei Jahren riss mir die Kette. Daher habe ich mich entschieden nicht allzu viel zu riskieren. Der Rückstand blieb etwa immer gleich und ich hatte mich eigentlich schon mit dem zweiten Rang abgefunden, doch als es in die 5km lange Fläche vor dem Ziel ging, startete ich meinen Motor nochmals und gab richtig Gas. So kam ich bis ins Ziel noch auf 13sec heran, aber schlussendlich hat der Richtige gewonnen. Stutzmann war an diesem Tag klar der Stärkste am Berg und hat den Sieg verdient. Ich selber war natürlich mega happy mit dem zweiten Rang und mit Konny, welcher als vierter und Oli als fünfter durch Ziel fuhren, war es wieder eine herausragende Teamleistung. Weil Adrien Chenaux leider einen schlechten Tag einzog, hatte ich zudem ein Rennen vor Schluss das Leadertrikot übernommen=)

 

Konny und Oli sind gleich nach dem Rennen Richtung Wallis um das Swiss Epic zu bestreiten. Dies sogar sehr erfolgreich, sie haben die Königsetappe gewonnen und sind zurzeit im Leadertrikot. Ihr seid einfach die geilsten!!!!

 

Selber werde ich am Samstag am Open Bike teilnehmen, hauptsächlich als Training und weil es ein super Event ist=)

 

Wie immer bedanke ich mich bei unseren Betreuern und dem Veranstalter der O-Tour. Es war, wie immer, ein toller Event und ohne euch wären wir Sportler nichts.

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