Was bisher geschah

 

 

 

 

 

 

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich meinen letzten Bericht verfasst habe. Ich möchte euch mit diesem Bericht kurz aufklären, was durch den Winter so alles passiert ist.

Im letzten Herbst durfte ich bei schönstem Wetter meinen schönsten Tag in meinem Leben genießen, meine Freundin und ich haben geheiratet. Nach den schönen Flitterwochen, in welchen wir fleißig geflittert haben, begann ich erst gegen Ende November wieder mit dem Training. Wie immer waren die ersten Trainings recht mühsam und meine mentale Verfassung war nicht die Beste. Neben dem Training arbeitete ich Zuhause im Geschäft um noch etwas Geld für die neue Saison zu verdienen. Dadurch konnte ich Mitte Januar für zwei Wochen nach Gran Canaria in ein Trainingslager gehen, wo ich viele Kilometer sammeln konnte. Gegen Ende Februar fuhr ich trainingsbedingt das sechs tägige Etappenrennen Andaluciabikerace. Neben mir fuhr auch mein Teamkollege Konny Looser das Rennen. Weil es vier Tage nur regnete und Überschwemmungen gab, musste eine Etappe abgesagt werden. Trotzdem hatten wir eine tolle Woche mit guten Renntagen, außer vielleicht das stundenlange Kleider reinigen und Bike Service machen. =) Zurück in der Schweiz, konnte ich mich nie ganz erholen und irgendwie wusste ich innerlich das Etwas nicht stimmt. Nach rund zwei Wochen ging ich zum Arzt und siehe da, die Blutwerte waren schlecht, aber das war nicht das Einzige. Durch einen Zufall entdeckten wir noch einen bakteriellen Infekt Virus. Es stellte sich heraus, dass ich diesen schon länger hatte. Die Magenprobleme und mäßige Saison im 2017 war sicherlich auch ein Verschulden des Virus. Nun hieß es für mich viel Bettruhe, 10 Tage Antibiotika und bis zu 18 Stunden Schlaf pro Tag. Nach gut zwei Wochen ging es wieder bergauf und ich fing gemütlich mit dem Training an. Meine Motivation war sicherlich nicht gerade die Beste, schließlich war schon April und ich musste eine Pause einlegen und nur gemütlich trainieren. Durch einen Zufall wurde ich auf eine Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie aufmerksam. Ich muss ehrlich gestehen, seit ich diese Therapie mache, fühle ich mich besser und mit meiner Gesundheit geht es bergauf, für mich persönlich hat es sich gelohnt. Wegen dem Virus musste ich leider meinen Rennkalender ändern und konnte nur wenige Rennen fahren und zum Teil nur trainingsbedingt. Zu meinem Verwundern lief es schon sehr gut, am Ketterer Bike Marathon verpasste ich den Sieg nur knapp im Sprint und Mitte Mai konnte ich im Sprint gegen Adrien Chenaux den Garmin Bike Cup in Ursy gewinnen.

Letztes Wochenende ging es für mich richtig los mit der Saison, meine Unsicherheit war immer noch sehr gross und ich hatte bedenken, wie gut es geht. Am Samstag startete ich am Ortler Bike Marathon in Schluderns, welcher neu zur Garmin Bike Marathon Classic Serie gehört. Gleich nach dem Start ging es in einen Anstieg mit über 1100hm. Leider verpasste ich den Anschluss an die zehn köpfige Spitzengruppe nur knapp, irgendwie gab mir diese Situation einen mentalen Knick und so fuhr ich das Rennen fertig ohne richtig Rennen zu fahren. Trotzdem konnte ich noch als 12. ins Ziel fahren und mein Rückstand von 10min. gegenüber den leichten und schnellen Italiener war okay für mich. Nach einer Dusche und einer Portion Nudeln mit einem Sponser Shake ging es auf die 330km lange Autofahrt zurück nach Hause. Als ich und meine Frau kurz vor acht Uhr zuhause waren, putzte ich mein BiXS Core Bike noch und machte es wieder rennfertig. Schliesslich wollte ich am Sonntag um 10 Uhr an der ESLA Bike Trophy starten. Ich war aber nicht der Einzige, mein Teamkollege Konny und Urs Huber hatten das gleiche im Sinn. Nach meinen Podesträngen im 2016 und 2017 wollte ich natürlich wieder aufs Podest fahren. Trotz der langen Reise und der Vorbelastung fühlte ich mich sehr gut. Nach ein paar Kilometer gab es bereits eine Spitzengruppe aus fünf Fahrer, glücklicherweise war ich auch dabei. Umso länger das Rennen ging umso schlechter fühlte ich mich, so musste ich etwa zehn Kilometer vor Schluss drei Fahrer ziehen lassen. Im Gegenteil zum Samstag gab ich nicht auf und fuhr mein Tempo weiter. So gelang mir drei Kilometer vor dem Ziel der Anschluss zur Spitzengruppe. Im Sprint gegen Konny und Urs hatte ich keine Chance, aber es reichte noch zum dritten Rang.

 

Vielen Dank an alle Betreuer, welche ihr Wochenende für uns opfern und uns tatkräftig unterstützen. Ihr seid genauso ein Teil vom BiXS Pro Team, wie wir Fahrer.